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Kaisten: Freundschaft über die Landesgrenze


Seit dem Jahre 1982 sind die Gemeinden Kaisten (Deutschland) und Kaisten (Schweiz) miteinander in Kontakt. In diesen Jahren sind zwischen den beiden Gemeinden und vielen Menschen herzliche Beziehungen entstanden. Doch wer ist dieses „Deutsch-Kaisten“? Gerne stellen wir es etwas näher vor.

Partnergemeinde
Kaisten liegt in einer leicht hügeligen und von Wald umgebenen Landschaft. Das Ortsgebiet umfasst 409 Hektaren Fläche und liegt auf zirka 300 Meter über Meer. Die Ortschaft liegt etwa 15 Kilometer westlich von Schweinfurt. Die bisher älteste Erwähnung von Kaisten wurde in einer Urkunde des Amtes Arnstein vom Jahre 1050 gefunden. Es darf aber angenommen werden, dass der Ort – ähnlich wie die Nachbardörfer – in der Zeit der fränkischen Landnahme zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert nach Christus als Rodungssiedlung entstanden ist.

Der Name tritt in mehreren Schreibweisen auf: 1050 Kaystheim, 1520 Kasten, 1570 Keisthen, 1629 Kaysten, 1743 Kaistheim, 1768 Keisten, 1810 – 1835 wieder Kaistheim, danach Kaisten. Abgeleitet könnte er von einem Kastell (Burg oder Festung) herstammen, das einmal, zur Sicherung des Talgrundes im Westen des Dorfes, da gestanden haben könnte. Bereits 1350 stand in Kaisten eine kleine Kirche, welche 100 Jahre später vergrössert wurde. Um 1600 erhielt sie auf Anordnung des Fürstbischofs Julius Echter ihrenTurm. 1770 wurde das Langhaus angebaut.

Eine Katastrophe brachte der Dreissigjährige Krieg. Die Schweden zerstörten 1631 das Dorf vollständig und brannten es nieder. Dabei wurden die Dorf- und Gemeindeordnung und andere Dokumente verbrannt oder gingen verloren, so dass die Gerechtigkeiten (Rechte und Pflichten) nicht mehr eindeutig waren. Im Sal- und Lagerbuch des Amtes Arnstein waren sie aber festgehalten. Von den Kriegen des 18. Jahrhunderts und von den Napoleonischen Kriegen scheint Kaisten nicht besonders berührt worden zu sein. Im Ersten Weltkrieg hatte Kaisten vier Gefallene zu beklagen, und im Zweiten Weltkrieg betrugen die Verluste sieben Gefallene und sechs Vermisste.

Im Jahre 1952 fand eine Flurbereinigung statt. Nicht einbezogen wurde dabei der Wald, der sich auch heute noch in viele Parzellen aufteilt. In den fünfziger Jahren stiess das Wasserwirtschaftsamt auf reichliches Grundwasservorkommen westlich der Ortschaft in 75 Metern Tiefe. Es ist in der Lage, Kaisten und eine ganze Reihe umliegender Ortschaften mit Trinkwasser zu versorgen.

Infolge Priestermangel ist seit 1954 die Kuratie Kaisten nicht mehr besetzt. Somit stand das Pfarrhaus leer. Zudem war es auch in einem sehr alten Zustand und für eine neue Verwendung schlecht nutzbar. 1983 begannen Planungen für ein neues Pfarrheim. 1985 wurde das alte Pfarrhaus abgerissen, und am 19. Oktober 1986 konnte das an der gleichen Stelle neu erbaute Pfarrheim eingeweiht werden. Hier finden seitdem verschiedene kulturelle und öffentliche Veranstaltungen sowie private Feiern (z.B. Hochzeiten, Erstkommunion, etc.) statt, da auch Ende 1986 das letzte Gasthaus „zum grünen Tal“ schloss.

Am 1. Mai 1978 schlossen sich die Gemeinden Brebersdorf, Burghausen, Gressthal, Kaisten, Rütschenhausen, Schwemmelsbach, Wasserlosen und Wülfershausen zur Grossgemeinde Wasserlosen zusammen. Die politisch selbständige Gemeinde Kaisten besteht seither nicht mehr.

Heute leben in Kaisten zirka 260 Einwohner. Als Vereine existieren die Eigenheimervereinigung Kaisten und die Freiwillige Feuerwehr Kaisten. In jüngster Zeit hat sich noch die Interessengemeinschaft „Freunde der Natur“ gebildet. Ebenso haben in den letzten Jahren Frauen mit dem Erlös aus verschiedenen Bastelbasaren zur Verschönerung des Kinderspielplatzes sowie Beteiligung an die Beschaffung von neuen Spielgeräten beigetragen.
 
urkunde.pdf (1398.2 kB)